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07.09.2014 - Delphitage 2014!

Die Delphitage 2014 sind vorbei. Es war ein gelungener und informativer Tag.

Diesmal war es in Bonn:

Veranstaltungsort - Rheinisches Landesmuseum Bonn

Auch dieses mal hat man gesehen, dass der Trend weiter in Richtung Mobilität geht. Viele Neuerungen, besonders in der leichteren Erstellung Web-basierter Service-Apps mittels "Enterprice Mobility Services".
Angefangen hat der Tag mit den Keynotes, diesmal präsentiert von Marco Cantu.

Marco Cantu - Keynotes

Marco Cantu berichtete unter anderem von folgenden neuen Features:
  • Multiview-Component - eine Ansicht, die sich auf allen Geräten selbstständig einstellt.
  • App Tethering - Apps finden sich gegenseitig automatisch via WLAN und - auch neu: BlueTooth!
Ach, und by the way: BlueTooth ist ja berühmt dafür, dass es den Akkuverbrauch stark erhöht. BlueTooth 4.x, oder auch BlueTooth LE hat das Thema behoben. Ein Gerät könnte Jahrelang mit einer Knopfzelle betrieben werden. LE steht für Low Energy.

  • Multi-Touch-Support - alle Finger benutzen? Marco hat es uns gezeigt!
  • Multi-Monitor-Support
  • EMS - Enterprice Mobility Services - Am Ende der Veranstaltung kam raus, dass das Preismodell noch nicht steht. Momentan gilt, dass es "pro User" kosten wirft - im Gegensatz zu DataSnap (Welches eben "von Hand" entsprechend entwickelt werden muss)
  • Parallel Programming/Computing Library - Marco zeigte uns eine For-Schleife, welche mit mehreren Prozessoren ausgeführt wurde. Sehr beeintruckend!
  • Optimierung von Dynamic Arrays - Arrays können wie Strings behandelt werden
    ("+" und "-" Operatoren, Insert, Delete....)
  • TTaskbar - Dokumente des Programmes anpinnen, wie bekannt bei Word und co...

Der Beste Vortrag des Tages, meiner Meinung nach, war "Better Code" von Bernd Ua.

Einer der Eingangssätze lässt einen doch wirklich Grübeln:
"Besserer Code ist immer das, was man gerade programmiert. Schaut doch mal den Code von vor einem Jahr an!"

Hier ein Bild, was so ähnlich im Vortrag vorkam - auch sehr Wahr - sofern sich eine Firma eine echte Code-Review-Abteilung leisten kann!

Marco Cantu - Keynotes

Es war ein sehr interessanter Vortrag und ich möchte hier einige Aspekte aus dem Vortrag wiedergeben:

Es gibt einige Aspekte, mit welchen Code wirklich als "Gut" gekennzeichnet werden kann:
  • Erfüllen der Anforderung - schonmal nicht schlecht!?!
  • Fehlerfreiheit / Fehlerarmut - Auch sehr wichtig!
  • Gute Wartbarkeit - Was, wenn MS mal ein neues "Windows" rausbringt?
  • Gute Lesbarkeit - Eine Variable, welche einen Kommentar braucht, um diese zu verstehen, wurde falsch benannt.
  • Leichte Erweiterbarkeit - Stichpunkt Modularität.
  • DIN-Normen / ISO-Normen (z.B. ISO-9126)
ISO 9126

Buch Tipp zu dem Thema: C. Martins "Clean Code"

Weitere Tipps:
  • Namenswahl: Aussagekräftige Namen - keine Abkürzungen, keine Kunstnamen, aussagekräftig!
  • Wenn ein Kommentar benutzt werden muss, um eine Variable zu benennen, dann ist der Name falsch gewählt.
  • Klassennamen = Substantive, Methoden = Verben.
  • Keine überflüssigen Informationen.
  • Anwendung von Namenskonventionen.
  • Kein Mix aus verschiedenen Sprachen.
  • Abstrahiere genau durch "Teile und Herrsche"
Die Aussage zum Thema Parameter einer Methode:

Kein Parameter - Prima!
Ein Parameter - Oh, aha, OK!
Zwei Parameter - Ah, muss denn das ...

Viele Regeln wurden vorgestellt. Ich will diese hier aber nur kurz notieren, und nur wenige weiter ansprechen:
  • DRY - Don't repeat yourself (even if copy&paste is so easy!)
  • KISS - Keep it simple, stupid
  • Pfadfinderregel - Hinterlasse einen Platz sauberer, als du ihn vorgefunden hast!
  • YAGNI - you ain't gonna need it (nur was benötigt wird, umsetzen)
  • LoD - Low of Demeter (Abhängigkeiten vermeiden)
  • LSP - Liskov Substitution Principle (Grundfunktion/Verhalten muss immer erhalten bleiben)
Und dann war da noch das mit den Kommentaren!

Schlechte Kommentare

Schlechte Kommentare
(Fotos von einer Präsentation sehen nicht schön aus, aber es ist ja lesbar ;-) )

OK. Ich denke, ich habe jetzt genug über diesen Vortrag "gelabert"...

Als zweiten Vortrag, habe ich mir das Thema Bluetooth + NFC angehört. Hier ist wohl zu bemerken, dass die Themen nicht beide zusammen in eine Stunde gehöhren... Es wäre mir lieber gewesen, wenn erstmal nur BlueTooth und das etwas intensiver vorgeführt worden wäre, aber die NFC (Near Field Comunication) ist auch recht interessant!
Für Bluetooth sei auf jeden Fall mal punchthrough.com zu nennen.
Zudem die Unit "System.Bluetooth", welche viele Möglichkeiten der Kommunikation implementiert.
Klar, neue Themen sind nicht unbedingt fertig entwickelt, also können wir uns gespannt auf die nächsten Delphi-Tage freuen, wenn es heißt: Bluetooth reloaded!
Momentan dient als Wissensquelle vor allem die Apple-Site zum Thema "Core Bluetooth"...
Wichtig ist auch zu wissen, dass für viele Geräte ein spezifisches SDK installiert werden muss, weil bei Nutzung von Bluetooth immer ein serielles Protokoll implementiert werden muss, welches oft nur durch das SDK bekannt werden kann.

Anschließend habe ich mir den Vortrag zum Thema Arduino angehört.
Ich fasse mich nun kurz:
16 kHz CPU!
32 kByte Ram!
Im Grunde eine schöne Spielerei, mit der man Programmiertechniken richtig können muss aber auch richtig lernen kann, da die "IDE" dafür, keinerlei Debug-Funktionalität besitzt. Auch mit dem Umfang ist man durch die Hardwaregrenzen doch schnell eingeschrängt - zum Glück, nicht noch, dass einer mit Arduino einen Zylonen bauen wollte! Diese sind dann doch noch in ferner Zukunft! *puh*

Der Vortrag zum Thema Continous Integration bzw. Test-Automatisierung ist nicht so ganz gewesen, wie ich es erwartet hatte.
Leider muss ich aber auch sagen, dass wir bei der Arbeit diese Technologieen - als 3er-Team - garnicht einsetzten. Schade eigentlich. Manchmal wäre es schon vorteilhaft, wenn jeder einen s.g. Branch bauen würde und später in Zusammenarbeit gesynct werden würde - da hätten wir ja dann unseren Code Review, so nebenbei ;-)
Aber im Allgemeinen war auch dieser Vortrag, wie alle davor, eine Bereicherung und eine neue Sichtweise, was hinter dem Tellerrand eines ERP-Systemes und aber auch in anderen Firmen abläuft.


So, mein Fazit:
Es lohnte sich! Schade für alle, die nicht mitkommen konnten!
Aber!

Ich habe von der EKON 18 erfahren! Da werde ich auch versuchen, ob die die 3 Tage Zeit bekomme :-)

// Oh! Noch einen zum Thema "Kommentare":
Schlechte Kommentare

 

 


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