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[F]requently [A]sked [Q]uestions


 

  • Wieso gerade die Hochsprache Delphi lernen und nicht wie (fast) alle Anderen C++?

    Naja, gute Frage, C++ ist älter und hat sich bis heute immernoch bewährt, da es, wie in der Frage schon gesagt, von fast allen eingesetzt wird.

    C++ ist ganz einfach Hardware-naher als Delphi. D.h. man arbeitet z.B. mehr mit Zeigern und Bereichsauflösern als dies in Delphi notwendig ist. In Delphi merkt man quasi garnichts davon. Ein -> in C++ ist z.B. ein "Zeiger" auf ein Element eines mit "new" erstellten Objektes. In Delphi gibt es hierfür kein besonderes Zeichen - da reicht wie z.B. auch in Java der Punkt aus.

    Zudem, da man für Delphi eigentlich nicht genau wissen muss, wie der Rechner das am Ende umsetzt, ist Delphi die Perfekte Sprache für "Algorithmenprogrammierer". Die einfach zu bedienende IDE, die auch viele "Goodies" enthält wie z.B. Codevervollständigung, live-Templates und besonderst in der OOP nützlich: das Refactoring.

    Unter C++ hat man zudem sehr häufig das Problem, dass der Compiler einem nicht sagt, dass die Variable, ja ein Integer war und nicht, was man angenommen hatte, ein String. Hierbei können die lustigsten Fehler erscheinen. Unter Delphi kann so ein Fehler garnicht vorkommen, da man einen solchen Code, garnicht erst durch den Compiler bekommt.

    Ok, Leute die sich mit Compilern auskennen, werden sagen, dass alles eine Einstellungssache ist, aber wieso sollte man immer erst alles einstellen müssen, wenn es nicht schon von Alpha her funktionieren könnte?

    Delphi ist in dieser Hinsicht die Beste Programmiersprache die es gibt:

    wartungsarm man kann gleich loslegen, ohne sich mit viel Computer-Theorie befassen zu müssen
    barrierelos Delphi ist auch eine Hochsprache, was heisst, dass man genauso effektive und leistungsfähige Programme erstellen kann, wie mit anderen Sprachen wie z.B. C++.
    trivial Delphi ist die Beste Wahl für Einsteiger: Während das Formular per What You See Is What You Get aufgebaut werden kann, kann der Code per "What You Think Is What You Get" erstellt werden :-)
    übertragbar Sehr sehr viele Native-Delphi-for-Win32-Anwendungen können auch unter Linux mit Wine oder unter Apple ausgeführt werden! Zudem gibt es auch die Möglichkeit mittels der IDE Lazarus die Programme zu Linux-Native -Anwendungen zu machen indem der Code convertiert wird.
    einfach schön :-)

     

  • E-Mail vom 12.02.2008 (leicht modifiziert):


    Hallo Marco,

    ich habe eine Frage an dich. Ich habe vor Jahren mal ein wenig mit Delphi programmiert. Die Betonung liegt auf wenig. Ich Kann also nicht viel. Dazu noch die Jahre dazwischen. Ergo, ich fange wieder bei null an. Jetzt verspühre ich große lust das Programmierhandwerk massiv anzugehen. ich stehe vor der frage, bleibe ich bei Delphi oder ist eine andere Sprache besser unter Windows? Wenn ich bei Delphi bleibe, welche Version ist für mich richtig? Ich steige nächste Woche auf Vista um. Um meine Ambitionen zu verdeutlichen. Ich will ernsthaft aber gemächlich anfangen. Könnte mir aber gut vorstellen das irgendwann mal beruflich zu machen. Will nur nicht auf den falschen Zug aufspringen. Ich habe gesehen, dass du einiges auf deiner seite anbietest, was einem anfänger hilft.
    wie könnte es weiter gehen?

    Vielleicht bis bald.

    Gruß
    M. L.

    Meine Antwort (teilweise abgeändert):


    Hallo M.,

    wie es sich anhört, stehst du vor der Entscheidung, wie dein Leben weitergehen soll. Wenn du merkst, dass du das Zeug und ( noch wichtiger: )die nötige Energie hast, programmieren zu lernen, dann will ich dich nicht aufhalten.
    Wenn du dann nun anfangen möchtest, dann ist Delphi meiner Meinung nach die beste Wahl. Diese ist gut geeignet um Algorithmen umzusetzten. Ich sagte in meiner AG oft genug und nicht ohne Grund: Delphi ist eine What-You-Think-Is-What-You-Get-Sprache ;)
    Dank der sehr umfangreichen IDE geht dies auch enorm schnell - Natürlich immer nur, wenn man weiß wie.
    Als Borland das Developer Studio an sein eigens hierfür gegründetes Tochterunternehmen weitergegeben wurde, wurde dies nicht ohne Grund zu "RAD Studio" (RAD = Rapid Application Development) umbenannt. Und wenn du dich bei Codegear.com schlaumachst, wirst du sehen, dass bereits die Professional-Ausgabe 1.141 € kostet...
    Aber: wie du es auf meiner Website vll gelesen hast, es gibt eine gratis Ausgabe eines Teils der BDS 2006 als "Explorer"-Edition. Wenn man dann noch Projekte in "Borland-C++" programmieren möchte (Was, wenn man erstmal Delphi kann, kein Problem mehr ist! ) , dann kann man es auf einem kleinen Umweg auch auf dem gleichen Computer installieren.
    Sofern du nicht vor hast echte Kundenanwendungen unter Vista zu erstellen, dann kann ich dir bestätigen, dass Turbo-Delphi auch unter Vista "funktioniert". Allerdings ist meiner Meinung nach Vista immernoch nicht genug ausgereift, um tatsächlich kommerzielle, wichtige Kundenanwendungen zu programmieren. Aber wie das eben so - nicht nur in der Informatik - ist: Programme sind von Menschen gemacht, und Menschen machen eben mal Fehler.Und besonderst wenn es komplex wird und man das ganze nicht in kleine Häppchen teilen kann, sondern kompliziert erstellen muss, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler in das Projekt programmiert werden, wesentlich höher.
    Wenn man ein programm in kleine Module Teilt, dann könnte man das horizontale Komplexität nennen. Ein Programm wird also in mehrere Module - jedes mit seiner eigenen Aufgabe - aufgeteilt.
    Hierbei ist die Frage: Welche Module benutzt unser Programm? Wenn man Datenbankanwendungen schreibt, dann kann man gleich MySQL mitverwenden. Schließlich ist es ja kostenlos und weit verbreitet. Aber: wer versichert mir, dass es immer seinen Job 100% erfüllt? Ich habe schonmal mit einem quelloffenen CMS gearbeitet und muss gestehn, dass dies eine falsche Entscheidung war. Als ich plötzlich hunderte seltame Mails in meinem Postfach hatte, wusste ich, dass ich selbst etwas machen musste. Und so ist mein eigenes kleines CMS - ganz ohne SQL-Datenbank - entstanden. Wenn man nun unter PHP die abfragen richtig setzt und wirklich nur die Eingabemenge zulässt, welche man benötigt, dann ist das das sicherste und somit günstigste Konzept.
    Aber ich denke bis du zur SQL-Datenbankprogrammierung kommst, solltest du eher mal ein paar eigene Programme schreiben, welche mit ini-Dateien und/oder der Registry arbeiten.
    Wenn du dich also für die schöne Sprache Delphi entscheidest, dann ist es nicht falsch erstmal die Explorer-Edition von Turbo-Delphi zu installieren und mal ein Tutorial nach dem anderen auf meiner Site (welche mitte bis ende März um einige Tutorials erweitert wird) mal durchzuarbeiten. Hierbei fallen keine Kosten an und mit dem Wissen kannst du dann auch locker in andere Programmiersprachen einsteigen.
    Aber: bevor du anfängst was zu programmieren, solltest du dir folgende Frage stellen: Welche Sprache ist die richtige für das Problem, das ich durch mein Programm/Programmcode beheben möchte?
    Wenn du dir mal die .NET-Welt anschaust, wirst du sehen, dass sehr viele Probleme bereits gelöst sind. Hierbei stelle ich mir dir Frage: Welchen Sinn hat dann noch ein echter Programmierer? Natürlich sollte man nicht das Rad neu erfinden, aber ist das ganze nicht eine Art Monopolerstellung? Alle deine Programme werden später vom .NET-Framework der Version X.Y (welche du beim Programmieren benutzt hast) abhängig sein. Ohne geht nicht. Somit ist eine Portierung nach Linux wieder enorm erschwert.
    Unter Linux - solltest du irgendwann mal mit dem Gedanken spielen - laufen nahezu alle Delphi-(Stand-Alone-)Programme - mit wine emuliert - reibungsfrei - Siehe Tetris-Projekt.
    Aber Linux ist wieder ein eigenes Kapittel.

    Fazit:
    Delphi ist eine Hochsprache genauso wie C++. Leider ist es aber nicht so weit verbreitet und kommt in der Linux welt auch nicht groß vor. Daher ist es Pflicht eines jeden Delphianers, der auch Spaß am Delphi-Programmieren verspürt, seine Sprache weiterzuempfehlen und zu verbreiten.

    Ich hoffe, ich konnte dir bei deiner Entscheidung etwas helfen.
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